Was ist Osteoporose?

Der Begriff Osteoporose leitet sich aus dem Griechischen ab. "Osteo" steht für Knochen und "poros" für Pore. Zusammengesetzt bedeutet das so viel wie poröser Knochen. Die Stoffwechselkrankheit Osteoporose wird auch als Knochenschwund bezeichnet. Sie ist durch den Abbau wertvoller Knochensubstanz gekennzeichnet. Dabei kommt es zu Veränderungen im Aufbau des Knochengewebes und die Knochenmasse nimmt ab. Die Knochen werden immer poröser und verlieren ihre Stabilität und Festigkeit. Dadurch kann es recht schnell zu Frakturen kommen. Da die Erkrankung lange Zeit ohne Symptome verläuft, wird sie meist erst erkannt, wenn ein Knochenbruch auftritt.

Osteoporose - Therapie bei Dr. Wilhelm in Gifhorn

Vorbeugen durch Knochendichtemessung

Wird die Erkrankung aber durch eine Knochendichtemessung rechtzeitig erkannt, können gezielte Therapiemaßnahmen einen schweren Verlauf verhindern. Das Verfahren, das der Orthopäde dazu anwendet, wird auch als DXA Messung bezeichnet und ist für die Früherkennung von Knochenschwund sehr wichtig. Bei Frauen in den Wechseljahren und bei Männern ab dem 50. Lebensjahr nimmt die Knochendichte sehr schnell ab. Deshalb ist bei Besagten eine Knochendichtemessung sinnvoll.

Wann tritt Knochenschwund auf?

Es gibt bestimmte Risikofaktoren, die begünstigen, dass sich das Knochengewebe abbaut. Sehr häufig tritt die Stoffwechselerkrankung bei Frauen in den Wechseljahren auf. In dieser Zeit sinkt die Produktion der Östrogene, die für den Aufbau der Knochenmasse wichtig sind. Bei Männern tritt die Erkrankung etwas später auf, da bei ihnen der Testosteronspiegel langsamer abfällt.

Risikofaktoren, die nicht beeinflussbar sind:

  • genetische Veranlagung
  • Alter
  • Geschlecht

Welche Risikofaktoren gibt es

Risikofaktoren, die beeinflussbar sind:

  • Kalziummangel
  • Bewegungsmangel
  • starkes Untergewicht oder Übergewicht
  • Vitamin-D-Mangel
  • Nikotinsucht
  • Medikamente (zum Beispiel Kortison, Protonenpumpenhemmer, Cyclosporin, Epilepsiemedikamente, Heparin und überdosierte Schilddrüsenhormone)
  • übermäßiger Genuss von Alkohol
  • Auch Erkrankungen können die Entwicklung von Knochenschwund begünstigen, zum Beispiel:
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Überfunktion der Nebenschilddrüse
  • Niereninsuffizienz
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • Diabetes mellitus Typ 1
  • Magersucht
  • Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)
  • Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz)

Die richtige Ernährung bei Osteoporose

Durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit ausreichender Zufuhr von Kalzium in Verbindung mit körperlichen Aktivitäten kann ein gesunder Knochen aufgebaut werden. Im menschlichen Organismus ist der Knochen das einzige Kalziumreservoir. Entsteht in einer anderen Region des Körpers ein Kalziumdefizit, wird dem Knochen Kalzium entzogen. Dadurch verliert er an Stabilität. Der tägliche Bedarf an Kalzium liegt bei 1000 mg. Die Menge von 2000 mg sollte nicht überschritten werden. Der Bedarf kann über kalziumreiche Nahrungsmittel und Mineralwässer sowie Milch gedeckt werden.

Der menschliche Organismus kann das zugeführte Kalzium nur aufnehmen und verwerten, wenn ihm gleichzeitig eine ausreichende Menge an Vitamin D zur Verfügung steht. Dieses Vitamin bildet der Organismus selbst in der Haut, vorausgesetzt der UVB-Anteil des Sonnenlichts kann auf sie scheinen. Das heißt, ein regelmäßiger Aufenthalt im Freien ist dafür notwendig. Sehr hoher Mangel an Vitamin D kann auch mit einem Vitamin-D-Präparat substituiert werden.

Darüber hinaus ist auch Folsäure wichtig, da ein Folsäuremangel ebenso eine Osteoporose hervorrufen kann. Neben Kalzium, Vitamin D und Folsäure sollten auch Vitamine, Spurenelemente wie Magnesium und Zink sowie Proteine und Carotinoide über die Nahrung zugeführt werden.

Folgende Nahrungsmittel sind empfehlenswert:

  • Milch und Milchprodukte wie Käse und Joghurt
  • Quinoa und Amaranth
  • Hülsenfrüchte
  • grünes Gemüse
  • Kräuter
  • Samen und Nüsse
  • Mineralwasser
  • Zitrusfrüchte

Folgende Nahrungsmittel sollten Sie nicht oder nur selten genießen

Lebensmittel, die Phosphate, Oxalsäure und Phytinsäure enthalten, sollten nur selten oder gar nicht konsumiert werden, da sie dem Knochen Kalzium entziehen.

 

 

Phosphathaltige Lebensmittel:

  • Schmelzkäse
  • Colagetränke
  • Wurstwaren
  • Lebensmittel mit E-Zusatzstoffen
  • Konserven

Oxalsäurehaltige Lebensmittel:

  • Rote Bete
  • Kakao
  • Rhabarber
  • Spinat
  • Tomaten
  • Schokolade
  • Mangold

Phytinsäurehaltige Lebensmittel:

  • Sojabohnen
  • Erdnüsse
  • aus frischem Getreide zubereitetes Müsli
  • Frischkornbreie

 

 

Vermeiden Sie unbedingt Alkohol und Nikotin sowie eine erhöhte Salz- und Eiweißzufuhr! Nehmen Sie nur wenig koffeinhaltige Getränke zu sich.

Orthopäde Dr. med. Wilhelm - DXA Messung und Osteoporosebehandlung

Als Orthopäde ist Dr. med. Wilhelm besonders erfahren in der Knochendichtemessung und der Behandlung von Osteoporose. Unser fachlich kompetentes, aufgeschlossenes und freundliches Team empfängt Sie in der Praxis in Gifhorn, die Sie auch von Braunschweig und Wolfsburg aus sehr leicht erreichen können.